Ulrich Tukur

Ein Mann mit Weitblick – Welche Parallelen sein neuer Film mit dem Privatleben des Mimen hat

Er ist das, was man ein Multitalent nennt. Ulrich Tukur begeistert auf der Theaterbühne, als Filmschauspieler und als Musiker einer Tanzkapelle. Und auch verkörpern kann der Mime, der am 29. Juli seinen 51. Geburtstag feiert, nahezu jede Rolle: vom Helden über den Bösewicht bis hin zum Komiker.
In seinem neuesten Film “42plus” (seit kurzem im Kino) spielt Tukur einen Arzt, der ein scheinbar idyllisches Familienleben führt. Doch in Wahrheit sieht alles ganz anders aus: die Ehepartner betrügen sich im gegenseitigen Wissen. Als sich im Urlaub überraschenderweise alle an der Beziehungsmisere Beteiligten treffen, droht die Wahrheit ans Licht zu kommen…
Zwei Dinge haben den gebürtigen Hessen an “42plus” besonders gereizt: “Mich hat der Drehort Ischia interessiert. Und dann vor allem das Drehbuch, das auf eine sehr sonderbare Weise die Probleme zweier Ehepaare zeigt, die sich in der Mitte ihres Lebens befinden”, unterstrich der Schauspieler in einem Interview. Der Film zeige laut Tukur den verzweifelten Versuch zweier Menschen, endlich wieder zusammen zu finden.
Im Privatleben hat Tukur es nicht nur beim Versuch gelassen, er hat es geschafft. Seit mittlerweile acht Jahren lebt der Charakterdarsteller mit seiner zweiten Ehefrau Katharina John in Venedig. Ein Umstand, der etwas mit seiner fast gescheiterten Liebesbeziehung zu seiner Frau zu tun hat. “Sie habe ich durch mein Verhalten — was doch recht typisch ist für Männer zwischen 30 und 40, behaupte ich jetzt mal — vergrätzt”, erzählte der Vater zweier Töchter in einem Interview. Daraufhin habe sie sich nach Venedig abgesetzt. “Kaum war die Dame weg, habe ich eingesehen, welch ein Idiot ich gewesen bin. Und bin dann zu Kreuze gekrochen und habe mich entschuldigt.”

Zwei Magnete
Das Paar gab ihrer Ehe noch mal eine Chance. Mit Erfolg: Im Privatleben hat das funktioniert, was im Film zunächst die Paarbeziehung behindert und Tukur nur allzu gut kennt: “Es ist ein seltsames Lebensprinzip, das ich auch bei mir selbst beobachtet habe: Wenn der eine endlich nachgibt, zieht sich der andere zurück. Wie zwei Magnete, die falsch gepolt sind. Wenn der eine will, will der andere nicht.” Doch glücklicherweise kennt er die Lösung: “Die große Aufgabe der Menschen ist, dieses Verhaltensprinzip zu überwinden. Und dann einen schönen Sonnenuntergang ihres Lebens zuerleben.

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