Saskia Vester

Saskia VesterIhr Streben nach Bewegung – Die Schauspielerin möchte auch noch mit 80 vor der Kamera stehen

Eine glückliche Ehe, eine liebevolle Familie und eine Karriere, die nie besser lief. Saskia Vester hat alles erreicht, wovon viele ihrer Schauspiel-Kolleginnen in ihrem Alter nur träumen können. Wie sich die Wahl-Münchnerin, die demnächst in zwei neuen Folgen der ARD-Reihe “Der Schwarzwaldhof” als Hotelchefin zu sehen ist (“Der verlorene Sohn” und “Lauter Liebe”, jeweils freitags, 6. und 13. Juli, um 20.15 Uhr im Ersten), dabei fühlt und wie es weitergehen soll, verrät die 52-Jährige im Interview.

Inzwischen gehören Sie zu den bekanntesten und beliebtesten deutschen Schauspielerinnen. Könnten Sie es da nicht etwas ruhiger angehen lassen?
Saskia Vester: Die Leute meinen immer, wir Schauspieler würden reich werden mit unseren Filmen, aber das ist ganz und gar nicht der Fall. Man vergisst immer, dass wir zwischendrin, im Winter zum Beispiel, manchmal drei Monate nichts zu tun haben.

Wird Ihnen zu Hause dann schnell langweilig?
S. V.: Ich liebe es, zu Hause zu sein, aber nur, wenn es ein Luxus ist. Wenn ich abends dastehe und mit meinem Mann koche, das sind für mich Luxus-Momente. Aber wenn das zum Alltag wird, dann finde ich es nicht auslastend genug. Ich mag diesen Zustand nicht, wenn man so ein bisschen verblödet. Ich hab’s gern, wenn mich etwas bewegt.

Sie waren immer viel von zu Hause weg, beim “Schwarzwaldhof” dagegen leben und arbeiten drei Generationen unter einem Dach. Könnten Sie sich so was privat auch vorstellen?
S. V.: Ich liebe meine Familie abgöttisch, und wir treffen uns auch regelmäßig. Ich genieße diese Familientreffen, aber ich muss ehrlich sagen: Meine Familie ist sehr anstrengend, sehr laut, es quatscht jeder durcheinander, es geht immer sehr hoch her. Das brauche ich nicht jeden Tag.

Werden Sie zum Hypochonder, wenn Ihre Rolle Veronika im “Schwarzwaldhof” befürchtet, dass sie Krebs hat?
S. V.: Ich habe in der Tat Schwierigkeiten mit Rollen, die so sind. Ich habe jetzt eine Rolle abgesagt, in der ich eine unheilbar kranke Krebspatientin hätte spielen sollen, die dann auch stirbt. Da habe ich mir gedacht: Nein, das kann ich nicht, das ist mir zu heavy. Ich bin ein Schauspieler, der die Figuren und die Geschichten sehr nah an sich ranlässt, und deshalb musste ich das leider absagen.

Dann darf es doch lieber eine Komödie sein?
S. V.: Das kann ich so gar nicht sagen. Wenn ich nur Komödien spielen würde, würde mir was fehlen. Und nur „drama, drama, baby!”, das ist auch nix. Ich habe das Glück, dass mir unterschiedliche Rollen angeboten werden.

Und auch sehr viele. Sie scheinen mit zunehmendem Alter immer erfolgreicher zu werden. Bei vielen Ihrer Kolleginnen ist das nicht so. Haben Sie eine Erklärung dafür?
S. V.: Vielleicht bin ich gereift, besser geworden. Ich will das gar nicht weiter hinterfragen: Es ist schön, so wie es ist!

Und wenn es so weitergeht, wollen Sie dann auch mit 80 noch vor der Kamera stehen?
S. V.: Unbedingt. Ich möchte spielen, bis ich ins Grab steige.

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