Ralf Schmitz – Mit verschmitztem Lächeln im Gesicht

Ralf SchmitzDer erfolgreiche Unterhaltungskünstler hat eine Mieze zur Muse

Ein Zappelphilipp des Privatfernsehens findet den Weg in die ARD. Ralf Schmitz konnte schon zu Schulzeiten nicht ruhig sitzen, begeisterte Kleinkunstfreunde mit dem Impro-Theater “Die Springmaus” und landete schließlich bei Sat.1, wo er zuletzt seine eigene ComedyShow “Schmitz in the City” präsentierte. Diesmal moderiert der quirlige Leverkusener zusammen mit Kim Fisher die Show “Die beliebtesten Sketche der Deutschen”, zu sehen am Donnerstag, 12. August, um 20.15 Uhr im Ersten. Nach dem Motto “wer viel zu sagen hat, sollte schnell sprechen” erzählt die Quasselstrippe im Interview, worüber die Deutschen lachen und was mit Schmitz’ Katze abgeht.

Herr Schmitz, scheut man die “gespielten Witze”, wenn man eher aus der Impro-Ecke kommt?
Ralf Schmitz: Ehrlich gesagt, nein. Oder vielleicht doch? Jetzt, wenn Sie es sagen. Ich habe mich nie in Zweifel gestürzt. Da sich selbst der große Altmeister (Loriot) an dieses Thema gewagt hat, dann darf man — in aller Bescheidenheit — keine Angst davor haben. Komisch ist komisch. Welche Variante man benutzt, die Leute zum Lachen zu bringen, ist unerheblich.
Bei solchen Jubiläumsreihen wird man nostalgisch. Wie wichtig waren die Fernseh Sketche für Sie früher selbst?
R. S.: Wir sind alle aufgewachsen mit Loriot, mit Otto und Jerry Lewis. Heinz Erhardt hat viele Sachen gemacht, die mich beeindruckten — man denke nur an den “G-Sketch”, in dem jedes Wort mit “G” beginnen muss. Ich habe früh angefangen, den Könnern auf die Finger zu schauen.

Beim Wort “Sketch” denkt man ja an etwas Schnelles und Temporeiches. Trotzdem gehören viel Zeitgefühl und Disziplin dazu …
R. S.: Ganz sicher! Sketche sind eine Verkleinerung der großen Welt auf ein Miniaturformat. Da hat man keinen großen ersten Akt, um in aller Ruhe alle Akteure vorzustellen. Es muss jeder Satz sitzen. Wenn nicht alles minutiös geplant ist, verpufft die Wirkung.
Wie sieht der hurederprozentige Gag aus, womit gewinnt man die Deutschen?
R. S.: Man kriegt die Deutschen mit ehrlichen Gags, die nicht krampfhaft irgendwelchen Vorbildern nacheifern.
Ist es dankbar, dass Deutschland ein Land mit so vielen Dialekten ist?
R. S.: Wunderbar. In dieser Hinsicht ist Deutschland köstlich vielfältig. Ich reise ja viel durch die Republik und liebe es, mich vor Ort an jeweils neuen Dialekten auszuprobieren. So etwas kommt natürlich gut an.
Womit kann man Sie zum Lachen bringen?
R. S.: Mit vielen Dingen. Jerry Lewis bringt mich immer zum Lachen. Meiner Katze gelingt das ebenfalls. Die ist mit 24 uralt und macht trotzdem nur Blödsinn. Katzen sind bekloppt, die bringen mich zum Wiehern.
Schmitz’ Katze taucht bei Ihnen häufiger auf. Ist das so eine Art Muse von Ihnen?
R. S.: Wahrscheinlich. Katzen sind so trocken wie sonst kaum ein anderes Tier. Die liegen einfach herum und genügen sich selbst. Katzen bringen eine Selbstverständlichkeit mit, und das macht das Zusammenleben mit ihnen einfach. Aber es stimmt: Meine Katze hat etwas von einer Muse — ihre Art inspiriert mich sehr.

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