Otto Waalkes – Ottos Eleven

Otto WaalkesEr dreht ein Ding – Der Komiker spricht im Interview über seinen neuen Film und natürlich über Humor

Nach den beiden Austlügen ins Märchenland mit „7 Zwerge — Der Wald ist nicht genug“ und „7 Zwerge —
Männer allein im Wald“ kehrt der Ostfriese Otto Waalkes rechtzeitig vor Weihnachten auf die Kinoleinwand zurück. Im Film „Otto’s Eleven“ schart der Komiker viele alte neue Freunde um sich. Doch zum vollen Dutzend hat es wie bei seinem Vorbild „Ocean“ nicht ganz gereicht.
Auf einer winzigen Insel leben fünf Insulaner: Maler Otto, Koch Pit, Fitnessapostel Mike, Modeguru Oskar und Artur, der per Computer die Verbindung zur Außenwelt hält. Eines Tages sucht Casinobesitzer und Kunstsammler Jean Du Merzac die reizarme Insel auf und bringt Otto arglistig um seinen wertvollsten Besitz: ein altmeisterliches Gemälde. Natürlich helfen Ottos Freunde ihm dabei, sein Bild zurückzubekommen.
Otto Waalkes, der als Hauptdarsteller und Co-Autor mit von der Partie war, spricht im Interview über den neuen Film, über Humor und abstrakte Orte, die der Komik dienen.

Woher kam der Impuls für einen neuen Film?
Otto Waalkes: Einfälle kommen, wenn man darüber nachdenkt. Und „Ocean’s Eleven“ hat mir gut gefallen, weil er so locker erzählt war. Ein paar Freunde drehen ein Ding und haben Spaß dabei.

Was schätzen Sie an den Dreharbeiten besonders?
O. W.: Dass man mit alten und neuen Freunden zusammen sein kann und an einem Projekt arbeitet, das allen am Herzen liegt. Das schweißt zusammen.

In Ihrem neuen Film spielen viele Ihrer Comedy-Kollegen mit …
O. W.: Ja, das ist schon ein Vergnügen, wenn man sieht, wie sich Talente entwickeln, davon lerne ich viel. Und manchmal habe ich auch das Glück, ein neues Talent zu entdecken. Schon beim Schreiben denkt man an die Kollegen, die die Rollen spielen werden: Mirco Nontschew ist ein großer Bewegungsakrobat, Rick Kavanian ist ein Dialektkünstler, Max Giermann ist der Parodist, Arnd Schimkat eine valentineske Figur. Wir schreiben ihnen die Rollen auf den Leib, laden sie aber auch ein, selbst mit beizutragen. Das funktioniert sehr gut — die Gemeinschaft stimmt einfach.

Welche Rolle spielt Humor in Ihrem Leben?
O. W.: Gar keine. Quatsch! Komik spielt die Hauptrolle. Man gewöhnt sich einfach daran, überall die komische Seite einer Situation zu suchen. Und manchmal findet man sie auch.

Gibt es auch mal Momente, in denen Ihnen das Lustig-Sein zuviel wird?
O. W.: Kann sein. Aber das fällt anderen gar nicht auf, sie nehmen mich doch sowieso nicht ernst — egal, was ich sage oder tue.

Sie blicken auf eine lange erfolgreiche Karriere zurück Denken Sie auch manchmal ans Aufhören?
O. W.: Ständig habe ich diesen Gedanken. Aber dann kommt gleich der nächste: Ich doch nicht!

Erst der Märchenwald und nun die einsame Insel „Spiegeleiland“. Sie suchen sich gern abstrakte Orte für Ihre Filme aus. Warum?
O. W.: Weil man sich nur abstrakte Orte so einrichten kann, wie man sie gern hätte. So, dass alles da ist, was der Komik dient. Wie im Theater: Wenn im ersten Akt ein Gewehr über dem Kamin hängt, muss es spätestens im letzten Akt abgefeuert werden. Peng!

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