Henriette Richter Röhl – Geld oder Heimat

Henriette Richter RöhlHeuschrecken trüben den Himmel über den Alpen und bedrohen die grüne Idylle. So das Szenario der MDR-ORF-Koproduktion “Heimat zu verkaufen

“Ein Investor schafft Arbeitsplätze, die Leute pfeifen auf die Heimat”, heißt es im ARD-Melodram “Heimat zu verkaufen” von Karl Kases, das 2008 gedreht wurde und erst jetzt, zwei Jahre später, ausgestrahlt wird. Schauplatz: ein Alpendorf mit Seepanorama. “Der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten”, meinen einige Protagonisten des Heimat-Films und hoffen auf lukrative Geschäfte mit dem Fremdenverkehr, und zwar dem der Betonburgen und Autobahnen, der keine Rücksicht auf die Landschaft nimmt. Viele Leut’, viel Geld …
Nur der Hotelier Max Höllerer (Fritz Hammel) stemmt sich gegen den Trend. Er ist aber ein Träumer. Er preist seine Heimat als Geschenk des Himmels und übersieht dabei, dass sein mietfreies Leben im Garten Eden ohne Nebenkosten nicht möglich ist.

Vertreibung aus dem Paradies
So fällt er aus dem siebten Himmel unsanft auf den harten Boden der Realität: Seinen Kredit kann er nicht mehr bedienen, die Bank hat sein Berghotel klammheimlich an ein internationales Konsortium verkauft. Sarah Sand (Henriette Richter-Röhl), eine Mitarbeiterin des Investors, soll ihm nun die Position des Geschäftsführers im eigenen Haus schmackhaft machen. Max lehnt ab und geht zum Gegenangriff über.

Plädoyer für sanften Tourismus
Ein guter Ansatz für einen modernen Heimatfilm. Die Geschichte nach einem Drehbuch von Susanne Zanke spricht aktuelle Themen an, bedient sich ansonsten aus dem traditionellen Fundus des Genres. “Heimat zu verkaufen” ist ein Märchen mit edler Botschaft, der Film kommt als Plädoyer für sanften Tourismus daher. Die (vorhersehbare) Story ist dabei fast nebensächlich.

Zarte Farben, große Gefühle
Gedreht wurde am Weißensee in Kärnten. Selten wird man in einer TV-Produktion so großzügig mit atemberaubenden Landschaften verwöhnt. Die Bilder, in warme Herbstfarben getaucht, muten wie ein Gemälde des 19. Jahrhunderts an und stehen im krassen Kontrast zu den kalten Fassaden der Stadtglaspaläste, in denen Investoren ihre abstrakten Zahlen wälzen und aus dem ländlichen Paradies eine Goldgrube machen wollen. Ein Film zum Träumen: wenig Spannung, aber jede Menge Gefühl.

Mittwoch 20.15 Uhr ARD

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