Die Fantastischen Vier

Die Fantastischen Vier“Die da” haben Fanta-Sie – Smudo & Co. präsentieren ihr neues Album

Ein Grund mehr, unsere Blicke auf Die Fantastischen Vier zu richten: Nach 20 erfolgreichen Jahren im Musikgeschäft, in denen Michi Beck, Thomas D., Smudo und And.Ypsilon ihre Alben millionenfach verkauften, feierte die Band 2009 ihr Jubiläum und setzt im 21. Jahr noch einen drauf. Mit ihrem neuen Album “Für Dich immer noch Fanta Sie” knüpfen die vier Deutsch-Rapper an die Feierlichkeiten zu ihrem 20-jährigen Bestehen an, zu denen sie 60.000 Fans in Stuttgart zum “Heimspiel” luden.
Bescheidenheit ist keine Tugend, die die fantastischen vier Jungs auszeichnet. Aber das macht nichts, denn eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein ist im Musikgeschäft von Vorteil.

“Agenda 2010”

Welch Glück für die Fans, dass sich die Musiker nach zwei Jahrzehnten nicht aufs Altenteil besonnen, sondern ohne Umschweife weitermachten, nur um uns, weniger als ein Jahr nach der Live-Sause, mit ihrem achten Studioalbum zu beglücken. Es war der Manager der Band, der den Ball ins Rollen brachte. “Der lud uns, als Fornika (das Album erschien 2007) etwa ein Jahr draußen war, zu sich ein und stellte uns die Agenda 2010 vor. Das Kanzlerwort! Der hatte das alles ganz genau durch-kalkuliert. Anfangs gab es die Idee, das neue Album schon zum Jubiläum zu veröffentlichen, was sich aber nicht realisieren ließ”, erzählt Smudo, der Sänger der Fanta Vier, in einem Interview.

Fantalismus ”

Für Dich Immer Noch Fanta Sie” ist ein Werk von vier Freigeistern. Die Fantas der Nullerjahre sind kreativ und überschreiten Grenzen. Die neue Platte ist eine gut gelaunte und gleichermaßen bitterböse Mottoparty. Schon die erste Single “Schuld” kommt fröhlich daher. Doch schaut man hinter die Zeilen, geht es wie immer um mehr. “Ich glaube, wir machen merkwürdige Musik. Eigenartig und bemerkenswert. Womöglich ist genau das unser Markenzeichen — unser Fantalismus. Wir unterhalten euch mit lustiger Musik über traurige Dinge”, räumt Smudo ein.

Heimarbeit

Vermutlich liegt das auch ein bisschen daran, dass die Vier mittlerweile in die Jahre gekommen sind. Da hinterfragt man schon so Einiges — und das übrigens in bester HipHop-Manier. Das neue Album hat wieder mehr mit Rap als mit Pop zu tun und Smudo findet das herrlich. “Tatsächlich war der allererste Ansatz ein anderer, nämlich in dieser demokratisierten Popmusikwelt, in der jeder an seinem eigenen Rechner Musik machen kann, einen besonderen Klang zu finden.” Die Jungs stellten aber nach drei Tagen fest, dass das so nicht funktioniert. “Aber es führte zu dem, was wir jetzt haben”, viele Elemente, die den Klang bereichern. Das Material ging bei der neuen Platte relativ leicht von der Hand. “Das war bei Fornika auch so. Da bastelten wir während des Textens schon an den Rhythmen.” Das Lied “Junge trifft Mädchen” entstand bei Thomas D. in der Eifel, aus einer Sitzecke heraus in einer Nacht. Auch ihre Interviews geben die Fantas gerne zu Hause, fernab eines seelenlosen Hotelzimmers. Nur hier verspüren die Vier eine gewisse Grundlockerheit, die man ihren Alben anmerkt.
Es ist schließlich nicht immer so einfach, gute Lieder zu schreiben. “Als wir MFG aufnahmen, sagten manche, das sei doch gar nicht schwierig, lauter Abkürzungen aneinanderzusetzen.” Das sieht Smudo anders. Im Leben sei schließlich sehr wenig total leicht. Weitere 20 Jahre sollten sie aber leicht packen.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte Aufgabe Lösen *