Zum Thema Fische musste Günther Jauch (53) in jungen Jahren eine traurige Erfahrung machen. Ir der Sendung “Wer wird Millionär” erinnerte er sich nun an die Zeit, in der er noch ein Aquarium besaß: ” … Da war ein ganz dicker Goldfisch, der hat Junge gekriegt, ganz viele. Und am nächsten Morgen war keines mehr da (…)” Was der junge Jauch nicht wusste: Goldfische fressen oft ihre Jungtiere auf, wenn die nicht fliehen können. Armer Günther!
Sagt er wirklich die Wahrheit ?
Er ist nach wie vor einer der beliebtesten Moderatoren Deutschlands.
Günther Jauch (53) — wenn er mit seinem verschmitzten Lächeln durch “Wer wird Millionär” (RTL) führt, schaltet ein Millionenpublikum ein. Und das schon seit über zehn Jahren. Und bei “stern-TV” kann der Wahl-Potsdamer seit mehr als zwei Jahrzehnten ein Stammpublikum an sich binden. Jauch ist ein TV-Liebling, immer seriös. Einer, den man als Frau gern als Schwiegersohn akzeptieren würde. Doch bei zwei kürzlich ausgestrahlten TV-Auftritten fiel etwas auf. Jauch kam unversehens auf das Thema Erotik zu sprechen. Hoppla — was war denn da los?
Ein Schmuddelbild folgt auf das andere
Es fing an mit bei der Sendung “Beckmann” am 23. November. Da gestand der TV-Liebling: “Ich habe einmal bei Amazon …” Er brach den Satz ab. Meinte aber: Er habe etwas bestellt. Dann wurde er deutlicher, erzählte, was er per Maus-klick gekauft hat: “Etwas Erotisches.” Und fügte hinzu: “Es war nicht für mich.” Seitdem werde er mit anrüchiger Lockwerbung traktiert. “Wenn man die Seite aufruft, steht da so: “Sie sind doch der Typ für …, und dann kommt im Grunde eine Pornonummer nach der nächsten.” Chistine Höger, Unternehmensprecherin von Amzon, sagte dazu: “Unsere Empfehlungen werden automatisiert auf Produktbasis erstellt; Produkte der Kategorie Erotik werden nur dann angezeigt, wenn ein Kunde tatsächlich Produkte in dieser Kategorie gekauft oder angesehen hat.”
Etwas Erotisches zu bestellen gilt als peinlich
Das pikante Geständnis — Günther Jauch hat “etwas Erotisches” bestellt. Für jemand anders. Aber sagt er denn wirklich die Wahrheit? Wir wissen es nicht … Doch seine Aussage mutet an, als ob hier nicht alles erzählt wird.
An dieser Stelle, liebe Leserinnen, möchten wir kurz innehalten: Als Frau muss ich über so ein Geständnis schmunzeln. Es scheint typisch Mensch zu sein, dass man nicht zugeben mag, etwas gemacht zu haben, das als peinlich gilt. Dann neigt man dazu zu sagen, es sei für einen anderen und nicht für einen selbst. Ich kenne das auch von mir: Wenn ich mir aus der Kantine ein zweites Stück Torte ins Büro mitnehme, sage ich oft: Es ist für die Kollegin! Jeder weiß, dass das nicht stimmt, aber jeder lässt mich in dem Glauben, dass man mir das abnimmt. Ein Ritual, um das Gesicht zu wahren.
Das zweite Mal, dass Jauch über das Thema Erotik spricht, ist die “Wer wird Millionär”-Sendung vom 27. November. Die Kölner Kandidatin Rebecca Kamper hakte bei der 300 Euro Frage. Sie unterhielt sich mit Günter Jauch über Zeitschriften, die in Arztpraxen ausliegen. Empört berichtete sie von “zwielichtigen Magazinen”, die sie einmal in einem Wartezimmer gelesen habe. “Ein Comic”, sagte sie, “den fand ich als Kind anrüchig.” “Ein Porno-Manga”, warf Jauch ein.
Noch einmal möchte ich, liebe Leserinnen, etwas sagen: Wieso verbindet der Moderator Wartezimmer-Zeitschriften mit “Porno-Mangas”, jenen japanischen Comics, die harten Sex nachzeichnen? Das finde ich merkwürdig. Bei meiner Ärztin liegt so etwas ganz bestimmt nicht aus.
Jauch flirtete mit der Kandidatin
Günther Jauch tauschte mit der kessen Kölnerin noch einige mehrdeutige Worte. Er sprach von Sex-Heftchen, die er mal ausgetragen hat. Und sie erzählte, dass sie alles um sich herum vergessen habe, als sie Jauch einmal privat auf der Straße sah. Es wurde klar: Die beiden hatten Spaß miteinander.
Die Zuschauer auch. Die Sendung lockte trotz schlüpfriger Ausflüge mal wieder ein Millionenpublikum an.
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Was ist bloß mit unserem TV-Liebling los ? Tiefe Einblicke in seine Seele
Wer in seinen RTLSendungen “Stern TV” und “Wer wird Millionär?” zu Gast ist, muss sich auch auf private Fragen gefasst machen. Denn Moderator Günther Jauch (53) scheut sich nicht, seinen Interview-Partnern oder Kandidaten sehr Persönliches zu entlocken. Doch wenn es um Einblicke in sein Privatleben ging, reagierte der Fernsehstar bislang zimperlich und erteilte der Öffentlichkeit knallhart die rote Karte.
Darum ist es verblüffend, was in den vergangenen Wochen auf einmal von Günther Jauch in Interviews zu lesen war. Da gab er plötzlich freimütig so tiefe Einblicke in seine Seele, dass man sich fragen konnte: Was ist bloß mit unserem TV-Liebling los?
Er gesteht auf einmal Erstaunliches über sich
Im Interview mit der Zeitschrift “Stern” enthüllt der Star ganz Erstaunliches über seine Jugendzeit und wie mühsam es seine Eltern mit dem schwer erziehbaren Sohn hatten. Günther Jauch: “Es ging um typische Sachen wie Zu-spät-nach-Hause-Kommen, schlechte Schulnoten und Kettenrauchen. Meine Eltern wollten mich nach St. Blasien schicken, ein Jesuiten-Internat im Schwarzwald, doch es fehlte ihnen das Geld. Mit 18 habe ich meinen Eltern gesagt: Entweder ich kann jetzt machen, was ich will, oder ich schmeiße die Schule hin. Das war fast schon ein Erpressungsversuch, aber es funktionierte.”
In einem weiteren Interview mit dem evangelischen Magazin “chrismon” gibt der gebürtige Münsteraner Einblick, wie er früher in den 60ern aufgewachsen ist: “Da gab es vielleicht ein Telefon, aber erst später einen Fernseher; wir bekamen Pakete von Verwandten mit Kleidung, die wir Kinder aufzutragen hatten.” Günther Jauch überrascht in diesem Interview sogar mit einem emotionalen Geständnis: “Ich könnte gar nicht sagen, dass ich bisher für mich ein rasend glückliches Leben bilanzieren könnte.”
Steckt da etwa eine Taktik dahinter?
Aber warum gibt sich Jauch auf einmal so offen? Steckt etwa eine Taktik dahinter? Könnte es sein, dass er sich mit diesen für ihn ungewöhnlichen Interviews mehr ins Gespräch bringen will, um Zuschauer zu gewinnen?
Zugegeben: Der Moderator hat so etwas nie gesagt, und seine neue Offenheit kann viele andere Gründe haben. Aber ausgeschlossen ist es nicht, denn seine TV-Quoten sind nicht mehr so, wie sie mal waren. Auch die Polit-Castingshow “Ich kann Kanzler!” beim ZDF mit Jauch in der Jury konnte an seine erfolgreichen Sendungen nicht anknüpfen. Und die SKL-Show darf wegen Spielsucht-Gefahr aus rechtlichen Gründen nur im Internet gezeigt werden.
Nun steht der TV-Star mit neuen Abendshows bei RTL in den Startlöchern. Anfang September geht er mit “5 gegen Jauch” auf Sendung und setzt damit wieder auf Risiko. Denn an seiner Seite wird der umstrittene Comedystar Oliver Pocher (31) sein. Der ist mit seinem kessen Mundwerk nicht jedermanns Geschmack. Und brachte ja schon dem Top-Moderator Harald Schmidt (51) kein Glück.
Nach vielen Jahren als Quoten-König wird der Erfolgsdruck mit jeder neuen Show jedenfalls größer und größer.





