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25. Jun. 2011

Maria SimonNEUE ERMITTLERIN

Der Polizeiruf 110 wird 40. Das Erste feiert das Jubiläum mit einer Premiere: Im RBB-Ableger der Reihe ist Maria Simon die neue Chefin von Horst Krause

Die Beförderung zur “Polizeiruf” -Kommissarin war nur eine Frage der Zeit. Maria Simon ist mit ihrem Lebenslauf die ideale Kandidatin für die freigewordene Position in Brandenburg. Ermittelte als “Die Pathologin” für Pro Sieben, war Kommissarin im ZDF-Krimidrama “Tod in der Eifel” und sogar Feldjägerin im Militärkrimi “Kongo”.
Nun übernimmt sie das Revier von Imogen Kogge. Olga Lenski, die neue Ermittlerin in Potsdam, ist bereits die vierte Chefin von Polizeihauptmeister Krause. “Unsere Idee war es, mit der neuen Figur den größtmöglichen Kontrast zu Horst Krause zu schaffen”, so der RBB.
Das Aufeinandertreffen der beiden ist symbolhaft für die Reihe, die am 27. Juni 1971 startete und in den vergangenen 40 Jahren 109 Kommissare beschäftigt hat: Lenski und Krause repräsentieren zwei völlig unterschiedliche Generationen und Weltanschauungen. Aus ihrer Bewunderung für den Veteranen macht Maria Simon kein Hehl: “Mit ihm kann man hervorragend lachen und sich auch gut fetzen, was in unserem Beruf genauso wichtig ist.” Und Krause, ganz Kavalier, pflichtet bei: “Die Chemie stimmt.” In der Jubiläumsfolge am Sonntag, in der es um ein verschwundenes Mädchen geht, wird es allerdings zu einigen Kollisionen zwischen Alt und Jung kommen.

Erfolgsgeschichte
Mittlerweile zählt die Reihe 320 Episoden, davon hatten 168 Fälle ihre Premiere im Ersten. Die Erfolgsgeschichte des Formats, das einst den sozialistischen Alltag und die DDR-Tristesse einfing, ist dem Grundkonzept zu verdanken. Der “Polizeiruf 110″ war schon immer mehr als nur ein Krimi, er erzählt von menschlichen Dramen in den verschiedensten Milieus. Heute wird er oft mit dem “Tatort” verwechselt. Kein Zufall, dient doch der “Polizeiruf ” mittlerweile als Vorbild für neue erzählerische Spielformen und gesellschaftliche Reflexion. Zum Jubiläum gibt es übrigens eine weitere Premiere: In München ermittelt ab 14. August ein neues Team: Matthias Brandt und Anna Maria Sturm.

Weitere Nacktbilder von der Schauspielerin Maria Simon findest du rechts über “Suche”

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Maria SimonGeboren am 6. Februar 1976

Sie ist gebürtige Leipzigerin, hat Wurzeln in Kasachstan und lebte jahrelang in New York: Schauspielerin Maria Simon ist inzwischen mit ihrer Familie in Berlin sesshaft geworden. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schauspieler, Regisseur und Musiker Bernd Michael Lade, spielt sie in der Punkband “Ret Marut”. Ihre Ausbildung schloss Maria Simon 1999 an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin ab. Seitdem hat die 34-Jährige fleißig Preise gesammelt: unter anderem den Max-Ophüls-Preis für “Erste Ehe” (2003). Für ihre Darstellung in “Good Bye, Lenin!” und “Lichter” gab’s Nominierungen für den Deutschen Filmpreis. 2004 wurde Maria Simon Deutscher “Shooting Star des Europäischen Films” . Ihre Schwester ist die Schauspielerin Susanna Simon.

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17. Okt. 2010

Maria SimonMaria Simon ermittelt ab 2011 im “Polizeiruf”. In dieser Woche sehen wir sie im Drama “Kongo”. In einem Interview sprach die Schauspielerin über Liebe, Geld und Existenzängste

Was ist Reichtum? Hat das was mit Geld zu tun? Was braucht man wirklich zum Glück? Solche Fragen beschäftigen Maria Simon vor allem, seitdem sie von den Dreharbeiten zum Militärdrama “Kongo” zurück ist. Allzu viel Zeit zum Nachdenken bleibt der 34-Jährigen allerdings nicht. Schließlich hat die Schauspielerin “einen großen Staat zu bewältigen”. Gemeint sind ihre drei Kinder (drei, fünf und zwölf). Ist sie am Set, kümmert sich Ehemann und Schauspielkollege Bernd Michael Lade um den Nachwuchs. Ihm gelang der Durchbruch 1992 als “Tatort”-Kommissar Kain — der Ritterschlag im deutschen Fernsehen. Doch TV-Ermittler ist nun mal kein Job auf Lebenszeit, 2009 war Schluss. Nun wird seine Frau neue Kommissarin im ARD-Sonntagskrimi. Derzeit steht Maria Simon für ihren ersten “Polizeiruf 110″-Film vor der Kamera.

Frau Simon, eine große Zeitung hat geschrieben, dass die Rolle Sie gerettet habe. Ist das so?
“Gerettet”, das klingt so groß. Aber … ja, das ist eigentlich so. Die Leute glauben ja immer, Schauspieler seien Millionäre. Dass es Zeiten gibt bei uns, in denen man gar keine Arbeit hat, in denen man durch sämtliche Institutionen, wie zum Beispiel Arbeitsamt, fällt, ist dem Zuschauer gar nicht bewusst.
Also sind Preise - davon haben Sie ja schon einige bekommen - in diesem Geschäft keine Garantie dafür, dass man beruflich erst einmal ausgesorgt hat?
Nein. Auf gar keinen Fall. Es gibt keine Garantien in diesem Beruf. Aber das ist auch das Spannende daran. Man besinnt sich dann auf andere Werte, um nicht in Panik zu verfallen.

Und welche sind das?
(Denkt nach) … Liebe?! Dankbarkeit, dass man überhaupt am Leben ist. Dass man sich gefunden hat. Dass man eine Familie hat und ein Dach über dem Kopf.

Diese Woche läuft “Kongo” im ZDF, in dem Sie die Hauptrolle spielen. Hat der Film Ihr Bild verändert, das Sie von Soldaten haben?
Der Blick hat sich verändert. Ich nehme diese Männer oder Frauen jetzt viel mehr als Menschen wahr. Als Menschen mit Ängsten. Sie haben in ihrer Ausbildung gelernt, mit ihrer schweren Ausrüstung zu marschieren und wie man mit Gewehren umgeht. Aber wie es ist, dieses Wissen wirklich anwenden zu müssen, von der Angst überwältigt zu werden, ist eine ganz andere Geschichte.

Empfanden Sie Angst während der Dreharbeiten in Afrika?
Nein. Ich fand das alles sehr spannend. Wir haben zeitweise im Landesinneren in Hütten gewohnt. Trotzdem waren wir gut ausgestattet. Im Gegensatz zu den Menschen dort, die sehr ärmlich wohnten. Das heißt aber nicht, dass sie unglücklicher sind als wir. Aber was braucht man überhaupt dazu, um glücklich zu sein? Auch das ist eine Frage, die ich mir dort gestellt habe.

Zu Beginn des Films gibt es eine schockierende Szene: Ein Junge wird von einem deutschen Soldaten getötet. Kann man den Zuschauern solche Bilder zumuten?
Ja. Denn das wirft ja auch viele Fragen auf. Die Menschen aufzufordern, nicht wegzuschauen, finde ich wichtig. Gerade in meinem Beruf.

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