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21. Dez. 2010

Jessica SchwarzNach dem Kinofilm folgt nun die TV-Fassung der Buddenbrooks: Heinrich Breloers Thomas-Mann-Verfilmung als opulenter Zweiteiler

Die “Buddenbrooks”, ein Festtagsthema. Heinrich Breloers Kinofilm lief vor zwei Jahren zu Weihnachten an, nun folgt die Fernsehfassung. Mit 1,3 Millionen Zuschauern war die neue Verfilmung des Jahrhundertromans von Thomas Mann einer der größten deutschen Kinoerfolge der letzten Jahre. Trotz der Presse-Schelte, die Breloer und sein Team einfuhren. Kritik an Verfilmungen gehört zum guten Ton im Feuilleton-Betrieb und darf deshalb nicht sonderlich irritieren. Schließlich war auch Marcel Reich-Ranicki von der “enorm kenntnisreichen Interpretation des Stoffs” beeindruckt.
Eine kleine Lobeshymne verdient die Hochglanzproduktion allemal. Dem TV-Publikum wird ihre unverwüstliche Aktualität gefallen, das Porträt zweier Generationen: die der Buddenbrook-Eltern  (Armin Mueller-Stahl, Iris Berben). Und die seiner Kinder, die an Papas Erfolg nicht anknüpfen können: Thomas (Mark Waschke), der Firmenerbe, der sich verspekuliert; Christian (August Diehl), dem Ehrgeiz und Disziplin fehlen; und allen voran Tony (Jessica Schwarz), die zentrale Figur, die nach vielen Schicksalsschlägen erkennen muss, dass das Leben “furchtbar ernst” ist. Eine hervorragende Besetzung, die nicht unbedingt den Geschmack der Roman-Kenner trifft und den Feuilletonisten eine breite Angriffsfläche bot.
Gestört hat an Breloers Inszenierung, dass sie sich bei aller Werktreue viele Freiheiten erlaubt und die Familienchronik lediglich illustriert, ohne den ironischen Pessimismus der Vorlage einzufangen. Und nicht zuletzt irritierte das hastige Tempo, die Raffung. Was an der Fernsehfassung kaum auffallen wird. Denn der TV-Zweiteiler, ca. 40 Minuten länger, ist in seinem Erzählrhythmus viel ruhiger, gelassener, bietet der Vorstellung der Personen viel mehr Raum. Keine perfekte Verfilmung, gewiss. Doch wer hier lamentiert, tut es auf hohem Niveau: Breloers “Buddenbrooks” ist ein TV-Event der Extraklasse.

Schönes Nacktfoto von Jessica Schwarz

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9. Nov. 2009

Jessica SchwarzIn inniger Verbindung mit Romy - Für die anstrengendste Rolle ihres Lebens gab die Schauspielerin alles

Nun ist es also doch Jessica Schwarz, die nach langem Spekulieren über “die beste Romy” den Zuschlag für eines der wohl meistbeachteten Filmprojekte der deutschen Gegenwart erhielt: Das Ergebnis, der Film “Romy”, ist am Mittwoch, 11. November um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen.
Die 32-jährige Schönheit hat wie Romy Schneider niemals eine Schauspielausbildung erhalten. Dennoch besitzt sie etwas, das so manche niemals lernen können: Tiefgang und Sensibilität vor dem Auge der Kamera. Trotzdem musste Schwarz viel härter darum kämpfen, ernst genommen zu werden, als andere. “Ich habe diese kleine Romy in mir getragen, wie es viele meiner Kollegen tun”, sagt die Schauspielerin in einem Interview. “Diesen Makel anfänglicher Erfolge, die es zu bestätigen oder zu übertreffen gilt. Und dabei habe ich zu zeigen versucht, was diese Frau wirklich fühlt und zwar durch meine Augen.”
Die Darstellerin hat hart für diese Rolle gearbeitet. Ja, es mag die anstrengendste Rolle ihres Lebens gewesen sein. Trotzdem wollte Schwarz ihrem Leben dahinter Geltung verschaffen. “Wer in dieser Berufung namens Schauspielerei zum einen den Beruf, zum anderen aber auch das private Glück dahinter spüren will — der sollte immer zusehen, dass ein bisschen was Eigenes in den Rollen steckt. Andernfalls wird man schnell aufgefressen.”

Geheimnis ihres Glücks

Doch die Rolle nahm sie trotzdem ein. Das ging so weit, dass die Mimin hin und wieder mal eine Woche Ruhe von Romy brauchte. “Doch bei geschlossenen Augen merkte ich, dass sie immer noch da ist. Je weiter ich sie von mir fort haben wollte, desto größer stand sie vor mir”, erzählt die Michelstädterin.
Mitleid mit der tragischen Figur hat die Schauspielerin übrigens nicht. “Denn sie hat das Leben bei aller Schwere auch unglaublich genossen”.
Schwarz hat mit Menschen geredet, die mit leuchtenden Augen davon erzählten, wie ehrlich, wie herzerfrischend, ansteckend und echt Romys Lachen war. “Es gab zu viele glückliche Momente in ihrem Leben, um das Gefühl Mitleid ganz oben zu platzieren. Ich bin aber traurig, dass sie so früh gehen musste. Sie hätte noch so viel zu geben gehabt

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6. Nov. 2009

Jessica SchwarzJessica Schwarz begeistert als Romy Schneider. In einem Interview erzählt die 32-Jährige, warum Romy ihr auch im Schlaf keine Pause gönnte

Vor 16 Jahren war Jessica Schwarz noch das “Bravo Girl”. Dann moderierte sie beim Musiksender VIVA, inzwischen ist sie eine gefeierte Charakterdarstellerin, eine Schauspielerin, die ihren Job ernst nimmt. Und die sich Tag und Nacht mit ihren Rollen befasst.

Interview mit der Frau, die ein Jahr lang Romy war:

Kann man eine Rolle wie die der Romy Schneider nach Drehschluss einfach abstreifen, oder nimmt man sie mit nach Hause?
Ja. (lacht) JA! Ich habe fast ein Jahr mit Romy verbracht. Irgendwann merkte ich, dass es fast eine Art Beziehung ist, die ich führe. Da wurden innere Dialoge geführt. Und sie tauchte in meinen Träumen auf. Manchmal habe ich zu Romy gesagt: “Jetzt lass mich mal in Ruhe! Ich möchte jetzt gerade nicht mit dir sprechen.”

War es ein glücklicher Zufall, dass es mit „Romy” geklappt hat, oder gibt es so etwas wie Bestimmung?
Ich denke oft darüber nach, ob es eine Bestimmung gibt. Manches ist Schicksal, aber es gibt auch Zufälle. Wenn man daran arbeitet, werden sie zur Bestimmung.

Der Film legt wenig Wert auf äußerliche Ähnlichkeiten. Welche müssen da sein, damit der Zuschauer erkennt, wer hier verkörpert wird?
Jemand, der Romy Schneider sehr gut kannte, sagte, die Ironie in den Augen- und Mundwinkeln sei bei mir sehr ähnlich. Und es gibt ein paar typische Gesten: Romy hatte oft die Hände im Gesicht. Und sie benetzte häufig ihre Lippen mit der Zunge.

Ein typischer Drehtag bei “Romy”…?
… hat vor allem immer sehr früh begonnen. Ich hatte zweieinhalb Stunden Maske und Kostümzeit. Außerdem habe ich mir fast jeden Morgen ein Interview oder eine Dokumentation mit Romy Schneider angesehen.

Während der Dreharbeiten sind Sie in Ihren Heimatort im Odenwald zurückgekehrt, um mit Ihrer Schwester ein Hotel zu eröffnen. War das eine späte Bekehrung zum Familienmenschen?
Ich bin mit 16 ausgezogen, weil es nicht anders ging für mich. Und durch die Wahl zum “Bravo Girl” hatte ich die Möglichkeit, sehr früh sehr weit weg zu sein. Mit 22 bin ich wieder zurückgekommen, um alles aufzuklären. Seitdem bin ich ein totaler Familienmensch.

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12. Jan. 2009

In dem Film “Buddenbrooks”, der seit kurzem in den Kinos läuft, spielt Jessica Schwarz die Kaufmannstochter Tony, die sich in ihrer Partnerwahl ganz den Wünschen ihrer Familie unterordnet. Doch auch im wahren Leben gibt die Schauspielerin ihren Eltern indirekt ein kleines Mitspracherecht bei der Entscheidung, wer ihr nächster Lebensgefährte sein könnte. Ihr möglicher neuer Freund müsse auch ihrer Familie gefallen, “sonst habe ich ein Problem”, sagte die 31-Jährige einer Zeitung. Die Eltern hätten “einen ziemlich großen Einfluss auf die Partnerwahl”.
Zwar habe sie momentan keine Zeit für die Liebe und ihre Freiheit sei ihr sehr wichtig. Sie möge aber auch eine Schulter zum Anlehnen. “Und ich will nicht erst mit 40 mein erstes Kind bekommen.”

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8. Sep. 2007

Geboren am 5.5.1977 in Michelstadt

Model mit 16, Viva-Star mit 20. Und über Nacht Charakterdarstellerin. Jessica Schwarz musste mit Daniel Brühl “Nichts bereuen”. Erlebte “Kammerflimmern” mit Matthias Schweighöfer, “Kalter Frühling” brachte ihr Drogen und Sex, mit der Wellershof Verfilmung “Liebeswunsch” wurde sie zur Hauptfigur einer komplexen Beziehungstragödie. Eine rasante Entwicklung. Regisseure bewundern sie für den Instinkt, sich den Charakteren zu nähern, die Gabe, eine Figur neu zu erfinden. Jessica Schwarz brillierte als sinnliche Chaotin “Lulu”, als temperamentvolle Prostituierte in “Das Parfüm”. Einfache Lösungen sind nicht ihr Ding. Sie hat früh gelernt, auch Rollen zu spielen, die sie nicht ganz versteht. Zur DDR beispielsweise hatte sie “keinen Draht”. Die Zeit der Teilung kennt sie aus dem “Roten Kakadu”, das Thema der Zwangsadoptionen aus “Ich wollte nicht töten”. Weniger kompliziert, aber um so schöner ihre nächste Rolle: In Heinrich Breloers Verfilmung der “Buddenbrooks” spielt sie Tochter Tony.

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