“Die Wanderhure” ist zurück. Knapp zehn Millionen Zuschauer dürfte das freuen. Die haben den ersten Teil des Historien-Epos gesehen, und es gibt keinen Grund, warum sie sich Teil 2 nicht anschauen sollten. Er beruht auf Motiven des Romans “Die Kastellanin”, heißt “Die Rache der Wanderhure”, obwohl es eigentlich weniger um einen Rachefeldzug der schönen Marie geht. Vielmehr sucht sie ihren angeblich in der Schlacht gefallenen Gatten, den ebenfalls sehr attraktiven Michel von Hohenstein, sportlich gespielt von Bert Tischendorf.
Der Mann ist natürlich gar nicht tot, sondern wurde von der seinerzeit neuartigen Tannenbergerbüchse kurzzeitig niedergestreckt. Ein asiatischer Heiler pflegt ihn gesund und lehrt ihn die Grundzüge asiatischer Kampfkunst. Die machen Michel zwar kriegstauglicher, aber nicht eben schlauer. Er hat nämlich sein Gedächtnis verloren und darob auch seine schöne Frau vergessen.
Wie schon in “Die Wanderhure” versteht auch dieser Film es absolut, in seinen Bann zu ziehen. Den Ton geben wieder die Frauen an: Alexandra Neldel steht reitend und schwertschwingend ihren Mann, Esther Schweins lenkt als Mätresse des Königs die Geschicke des Reiches. Die Männer überzeugen als Marionetten (Götz Otto als König Sigismund) oder Übeltäter (hinreißend: Julian Weigend als Großinquisitor). Trost nach dem Abspann: Das Autorenehepaar Iny Lorentz hat noch jede Menge “Huren-Stoff” im Buchregal stehen.
Indische Impulsivität und österreichische Gemütlichkeit: Die Komödie “Bollywood lässt Alpen glühen” bringt’s witzig zusammen
“Wir hätten die Wiedervereinigung mit Indien machen sollen”, stöhnt Uwe Steimle als ostdeutscher Kellner in der steirischen Gaststätte, erfreut über die hohen Trinkgelder der indischen Gäste. Am Ende des Films hat er seinen Willen: Ossi, Ösis und Inder wirbeln in einer gemeinsamen Tanzszene. Dazwischen liegen einige ironische, romantische und kitschige Momente, mit denen sich 90 Minuten angenehm rumkriegen lassen.
Im Mittelpunkt der Kultur-ClashKomödie steht Alexandra Neldel als Jung-Filmproduzentin Franzi. Für einen indischen Film soll sie einen idyllischen Drehort in den Bergen suchen — und schlägt ihr Heimatdorf St. Maria vor. Aus dessen Mief war sie als Teenager geflüchtet, ließ Vater, Schwester und Jugendliebe Bruno zurück. Die sind gar nicht begeistert, dass Franzi mit einer Horde Tänzerinnen, Lamas und dem Bollywood-Filmstar Amit die Alpen aufmischt. Aber während der Dreharbeiten bilden sich ungewöhnliche Allianzen, die selbst Franzi nicht für möglich gehalten hätte.
Der Filmspaß stammt aus der Feder von Marc Terjung (”Edel & Starck”, “Danni Lowinski”). Der mixt munter Bollywood Kitsch mit Berg Romantik, bis nicht nur die Alpen, sondern auch die Bäckchen der Zuschauer vor Vergnügen glühen.
Auf dem Foto: Alexandra Neldel Nackt in “Das Miststück” von 1998
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Geboren am 11.2.1976 in Berlin
Die Casting-Chefin der Soap “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” sah sie bei einem Poloturnier. Von 1996 bis 1999 spielte die Schauspielerin Alexandra Neldel, bis dahin Zahnarzthelferin, also in “GZSZ”. Der Durchbruch kam mit der Rolle der Lisa Plenske in “Verliebt in Berlin”. Diese Telenovela lebte von ihr. Eine neue Alexandra Neldel sah man in der Krimireihe “Unschuldig”. Für die Rolle der Rechtsanwältin Anna Winter gab’s den Bayerischen Fernsehpreis. Im ZDF-Dreiteiler “Die Rebellin” spielte sie eine selbstbewusste Frau in den 50er-Jahren. Bereits am 2.11. gibt es bei SAT1. ein Wiedersehen: Alexandra Neldel spielt die Hauptrolle im Fernsehfilm “Glückstreffer”. Hohe Präsenz, starke Frau.
Vips und Promis - Stars und Sternchen - Alexandra Neldel nackt im Bett
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Die Verfilmung des Bestsellers Die Wanderhure war unvermeidlich. Der Film wird dem Buch gerecht und unterhält gut, ohne große Ambitionen zu hegen
“TV-Events” und kein Ende. Letzte Woche zeigte RTL mit “Westflug” einen so etikettierten Film, diesen Herbst wird Pro 7 eine Verfilmung von “Die Säulen der Erde” ausstrahlen— auch dies, natürlich, ein “Event”. Dabei weiß keiner so genau, wo der Fernsehfilm aufhört und der (das?) TVEvent anfängt. Eine lange Laufzeit und eine üppige Ausstattung sind schon mal ein guter Anfang.
“Die Wanderhure” bietet beides. Und eine prominente Hauptdarstellerin dazu: Alexandra Neldel. Ohne Zweifel eine gute Schauspielerin und der Beweis, dass ein Karrierestart in Soaps und Telenovelas kein Hindernis ist auf dem Weg zur ernstzunehmenden Aktrice. Auf der anderen Seite verbindet man mit der schönenAlexandra Neldel sehr hartnäckig die hässliche “Lisa Plenske” aus der SAT.1-Telenovela “Verliebt in Berlin”. 400 Folgen des Erfolgsformats hinterlassen Spuren. Die Lisa Plenske klebt an Frau Neldel, und auch in “Die Wanderhure” hat sie sich noch nicht ganz von ihr freigespielt, erwartet man 120 Minuten lang immer ein bisschen, die Plenskesche Zahnspange zu sehen, wenn Alexandra Neldel als mittelalterliche Bürgertochter Marie Schärer mal lächelt.
Das macht sie selten: Die ehrbare Marie wird im Jahr 1414 Opfer einer Intrige, muss entsetzliche Qualen über sich ergehen lassen und sich prostituieren. Das alles erträgt sie, beseelt vom Gedanken der Rache.
Der Roman “Die Wanderhure” des Autoren(ehe)paares “Iny Lorentz” hat bereits ein Millionenpublikum gefunden. Das Erfolgsrezept: pralle Kulisse und effektreiche Handlung. Psychologische Glaubwürdigkeit und historische Authentizität nimmt man nicht so wichtig. Der Film ist hier nicht ambitionierter als das Buch.
Aber es muss ja nicht immer Guido Knopp sein. “Die Wanderhure” ist sehr gekonntes Unterhaltungshandwerk. Ob der Film nun wirklich ein “Event” ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.
Auf dem Foto: Alexandra Neldel, Oben Ohne
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Für ihre neue Rolle musste die Schauspielerin so viel Einsatz zeigen wie nie zuvor
Noch vor ein paar Jahren war sie der Inbegriff der süßen Seifenoperdarstellerin. Doch das ist heute nicht mehr so. Alexandra Neldel weiß mittlerweile genau, was es heißt, eine Actionheldin zu sein. “So viele blaue Flecke wie nach diesen Dreharbeiten hatte ich noch nie”, erzählt die Schauspielerin in einem Interview und nimmt dabei Bezug auf die beiden Fernseh Thriller, die nun die ProSieben-Serie “Unschuldig” fortsetzen. Zunächst wird “Killerjagd. Töte mich, wenn Du kannst”, (Sendetermin: Montag, 21. September, 20.15 Uhr) ausgestrahlt.
Auf der sicheren Seite
Der Film ist voll und ganz auf die Hauptdarstellerin zugeschnitten, die alleine gegen das Böse kämpft. Neldel muss jetzt also Einsatz zeigen. Dagegen seien ihre früheren Filme gar nichts gewesen, meint die 33-Jährige, die sich den Herausforderungen des Drehs offen stellte. Nicht immer war ihr dabei alles ganz geheuer. “Ich stellte fest, dass ich Waffen nicht so mag”, berichtet der Publikumsliebling in Erinnerung ans Schießtraining. “Ich hatte sehr viel Respekt vor dieser Pistole und bin auch froh, dass ich den immer noch habe.” Beim Drehen seien es zwar Platzpatronen gewesen, “aber ich schoss auch schon mal scharf, um zu erleben, wie das ist.” Wie sie das sagt, klingt es fast etwas schuldbewusst. Krawall machen und knallhart zielen — eine Sache, die der ehemaligen Zahnarzthelferin nicht so liegt. Neldel sucht sich lieber den sicheren Tritt. Ganz wie beim Klettern, das sie ebenfalls für die Dreharbeiten lernen musste. Denn dann kann sie sich kraftvoll und mit Ausdauer nach oben drücken.
Ihren Erfolg erklärt Naturtalent Neldel regelmäßig auch mit dem “Glück”, vom Zuschauer gemocht zu werden — immer im Bewusstsein dessen, dass Glück vergänglich ist. Doch das Gefühl der Unsicherheit wird im Moment verdrängt. “Das kommt phasenweise, aber jetzt gerade habe ich es nicht.”
“Killerjagd. Töte mich, wenn Du kannst” mit Alexandra Neldel ist am Montag, 21. September, um 20.15 Uhr auf ProSieben zu sehen.
“Die Freundin der Tochter” kommt am Mittwoch, 23. September, um 20.15 Uhr im Ersten.
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Ihr Vater lebt im Schrebergarten
Weil er die Miete für seine Wohnung nicht mehr zahlen konnte, zog Klaus-Eberhard Neldel (55), der Vater von der Schauspielerin Alexandra Neldel (33, “Verliebt in Berlin”) jetzt in die Laube seines Schrebergartens. Elf Jahre lang hatte er einen kleinen Tante-Emma-Laden im Berliner Stadtteil Lichterfelde geführt. Doch dann zog ein Disounter in die Nähe, die Kundschaft blieb aus — und Klaus-Eberhard Neldel musste sein Geschäft für immer schließen. Derzeit leben er und seine Frau Martina von ihrem Ersparten, die Zukunft der beiden ist aber ungewiss.
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Vom Mädchen zur Frau - Warum die Darstellerin nun auch in anderen Rollen zu sehen ist
Jetzt verkörpert sie andere Charaktere. In ihrer ersten Fernsehserie nach “Verliebt in Berlin” spielt Alexandra Neldel in “Unschuldig” (ab 23. April, mittwochs, 20.15 Uhr, ProSieben) eine Anwältin, die Justizirrtümer aufzudecken versucht.
So ist der Publikumsliebling nach dem Sat.1-Vierteiler “Zodiac — Der Horoskop-Mörder” nun zum zweiten Mal in einem Krimiformat zu sehen. Die Frage, ob die alten Lisa Plenske-Fans diese Wandlung akzeptieren, stellt sich Neldel dabei nicht: “Wenn ich beim Drehen darüber nachdenken würde, was die Zuschauer von mir denken könnten, würde ich wahrscheinlich wahnsinnig werden”, meinte die Schauspielerin in einem Interview.
Glück und Fleiß
Alexandra Neldel ist erwachsener geworden und mit ihr auch ihre Rollen — eine Tatsache, die Neldel akzeptiert. “Das ist doch ganz normal”, unterstrich die 32-Jährige. Völlig normal ist allerdings nicht, dass sie sich vom Seriendarsteller zum viel beschäftigten Schauspieler in Film und Fernsehen gemausert hat. Doch ein Erfolgsgeheimnis hat die sympathische Berlinerin nicht: “Ich hatte vor allem auch Glück.” Als Mimin, die nie eine Schauspielschule besucht hat, kennt sie Situationen, in denen sie gegenüber Profis Minderwertigkeitsgefühle hat, nur zu gut. Allerdings werden die immer weniger. “Je länger ich das mache, desto selbstbewusster werde ich”, erzählte sie. Dennoch spielt die weitere Entwicklung bei Neldel eine große Rolle und die hübsche Blondine hat eine außergewöhnliche Lernmethode: sie nimmt die erfahrenen Bühnendarsteller als Vorbilder, liest deren Rollen und beobachtet, wie sie diese ausfüllen. “Das ist meine Methode der Weiterbildung”, verriet Neldel.
Besonders stolz scheint Neldel nicht auf ihre Arbeit zu sein. Denn sich selbst in Filmen zu sehen, ist eine Sache, die sie gar nicht mag. “Ich bin bestimmt nicht die Art Schauspielerin, die ganz viele SMS tippt mit dem Wortlaut: Ich bin im Film xy zu sehen, guck ihn dir an!”
Doch bei einer Person mag Neldel es, wenn sie ihre Filme sieht — bei ihrer Mutter: “Wenn meine Mama mich lobt, finde ich das ganz toll.”
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Geboren am 11.2.1976 in Berlin
Sie hat den Traum junger Mädchen erlebt: Alexandra Neldel machte eine Lehre als Zahnarzthelferin, als sie von der Casting-Chefin von “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” entdeckt wurde. Drei Jahre verbrachte sie in der Serie, die ihr Sprungbrett zur großen Karriere werden sollte. Zahlreiche TV-Filme und eine Telenovela später wechselt die Blondine mit “Zodiak” erstmals ins Krimifach. Das hat es Alexandra Neldel mittlerweile angetan. Zurzeit steht sie für die vorerst zwölfteilige Pro7- Serie “Unschuldig” vor der Kamera. Darin spielt sie eine Anwältin, die unschuldig Verurteilte verteidigt.





