Anna Maria Mühe – Stille Wasser

Anna Maria MüheDie Schauspielerei ist mein Leben – Ob “Stille Wasser” tief sind, zeigt sich beim nächsten Bremer Tatort

“Darüber will ich nicht reden” — Fragen nach ihren berühmten Eltern Jenny Gröllmann und Ulrich Mühe wehrt die 25-jährige Anna Maria Mühe ab. Man sieht es ihr nach — schließlich ist es weiß Gott nicht leicht, in diesem Alter schon Vollwaise zu sein. Vielleicht nicht zuletzt deswegen stürzt sich die in Berlin lebende Schauspielerin von einem bemerkenswerten Projekt ins nächste. Ob Sie sich dadurch erhoffe, das Etikett “Tochter von” loszuwerden? “Das müssen Sie wissen”, kokettiert Anna Maria Mühe in einem Interview.
Vor zwei Jahren wurde sie bereits mit einer Nominierung für den Deutschen Filmpreis belohnt. Und auch für die Rolle der alkoholabhängigen Rebecka im Bremer Tatort “Stille Wasser” (Sonntag, 13. Februar, um 20.15 Uhr im Ersten) gebührt ihr Respekt.

Vorbereitung
Das Thema Sucht war der jungen Schauspielerin nicht mehr fremd. Für den Kinofilm “In der Welt habt ihr Angst” (Kinostart: 3. März) schlüpft Mühe in die Rolle einer Heroinabhängigen. “Dadurch war ich bereits mit dem Thema Sucht vertraut. Ich musste mich noch auf die Schiene des Alkohols konzentrieren.” Nachdem sie sich mit Lesestoff, Filmen und Gesprächen mit Betroffenen gut vorbereitet hatte, ging es an die praktische Umsetzung. “Als es dann um das Gefühl und das Spiel ging, redete mein Bauch mit mir.” Ob es etwas gebe, wonach Mühe süchtig sei? Vielleicht nach Schokolade? Die Antwort: “Nach Schauspielerei!”

Name
Die Liebe zum Beruf ist familiär bedingt— ihre Eltern waren bekannte deutsche Schauspieler. “Ich wuchs damit auf, insofern war der Beruf mir nicht fremd. Aber ich wusste nicht von Kindesbeinen an, dass es das ist, was ich machen will” — bis sie Regisseurin Maria von Heland für den Film “Große Mädchen weinen nicht” entdeckte. “Nach dem ersten Drehtag war es für mich klar wie Kloßbrühe, dass ich diesen Beruf toll finde.”
Dabei gereicht ihr der Name Mühe weder zum Vorteil noch ist er ihr eine Last. Mittlerweile sei sie ihr eigener Herr. “Am Anfang meiner Karriere öffnete er mir jedenfalls nicht wissentlich Türen. Ich bat meine Eltern nie um Rat oder um Kontakte. Heute sage ich: Ich mag meinen Namen sehr gerne und bin stolz auf ihn.” Anna Maria Mühe arbeitet gerne und viel. “Ich mag stressige Tage, wenn viel parallel läuft.” Ihre Rollen wählt sie aus dem Bauch heraus. “Wenn ich ein Drehbuch bekomme, muss im besten Fall mein Herz hüpfen. Ich muss laut mitlesen und der Rolle Leben schenken wollen. Dann ist das Angebot eigentlich schon zu 80 Prozent gut.” Erst danach seien andere Aspekte, wie zum Beispiel der Regisseur, wichtig.
Mit ihrer bisherigen Karriere ist die Jungschauspielerin auch sehr zufrieden. Sie habe stets das Glück gehabt, dass ihr “die Regisseure immer gute Rollen und sehr viel Vertrauen schenkten.” Trotz ihrer Erfolgsgeschichte bleibt Mühe auf dem Teppich. Die Schauspielerei sei ein großer Beruf, vor dem sie “wahnsinnige Ehrfurcht” habe.

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Ein Kommentar

  1. Christian Alexander Tietgen

    Schöne Brüste.

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