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29. Nov. 2010

Gisela Schneeberger3 Fragen an die Schauspielerin Gisela Schneeberger

Sie scheinen das komödiantische Fach zu mögen, oder?
G. S.: Eigentlich wollte ich schon auf der Schulbühne tragische Rollen spielen, traurige, schöne Prinzessinnen. Aber die Rollen habe ich nie bekommen. Heute ist es natürlich klar, dass die komischen die dankbareren Rollen sind.

Zum Komischsein gehört dass man dabei auch nicht immer besonders hübsch sein muss.
G. S.: Absolut. Für mich ist das schon die halbe Rolle. Bei einer trutschigen Frau sieht man schon von außen die Komik, sie selber braucht gar nicht komisch zu sein. Denn die Leute sagen: “Geh, schau mal, wie die ausschaut!” Bei so einer ist das viel rührender, wenn sie sich einem Mann an den Hals schmeißt, als wenn das eine “Beauty-Schönheit” macht.

Damit macht man sich aber bei Männern nicht unbedingt beliebter.
G. S.: Das kommt darauf an. Ich habe mal eine türkische Putzfrau gespielt — ausgestopft und mit Kopftuch. In der Drehpause ging ich in die Kantine und habe mich vorher nicht umgezogen. Auf einmal merkte ich, wie mir die Straßenkehrer hinterherpfiffen.

Leider noch keine Nacktfotos gefunden

28. Nov. 2010

Gisela SchneebergerIn der Komödie Ladylike - Jetzt oder nie lässt Gisela Schneeberger ihre rebellische Seite raus. In einem Interview verriet sie, ob sie privat genauso ist. Und warum sie Ingmar Bergman einen Korb gab

Von Gerhard Polt und der bayrischen Sketch-Serie “Wia im richtigen Leben” hat sich Gisela Schneeberger längst emanzipiert und beeindruckt in Frauenrollen zwischen Komik und Tragik wie in “Ladylike”. Mit einem Interview sprach Gisela Schneeberger über ihre Rolle, verpasste Gelegenheiten und rebellische Momente.

Wie viel Anneliese steckt in Ihnen?
Ich bin keine Messie-Frau, im Gegenteil. Aber in ihrem Rebellentum hat sie schon was von mir.
Wann werden Sie rebellisch?
Eigentlich immer, wenn so eine Autorität mir etwas aufdrücken will.
Wo nehmen Sie die Energie her?
Ich find’ mich gar nicht so energiereich. Ich sehe immer, dass andere viel mehr Energie haben. Ich find’ mich sogar stinkfaul.
Das Kostüm, das Sie im Film tragen, ist absolut hinreißend …
Ja, das war ganz wichtig. Auch dass die Figur so dick ist und so einen Hängebusen hat und sich so durch die Welt boxt. Das ist schon die halbe Anneliese. Oder vielleicht sogar die dreiviertelte.
Läuft man Gefahr, übers Ziel hinauszuschießen?
Ja, aber das finde ich nicht schlimm. Ein niveauvoller Lacher ist besser, als wenn alles zu brav und realistisch ist. Ich finde sowieso: Unterhaltung ist das Wichtigste.
Haben Sie wie Anneliese schon mal etwas geklaut?
Ich gestehe, als ich 16, 17 war: eine Lampe. Aber ich kann’s keinem empfehlen. Es wäre ja so peinlich, wenn man erwischt würde.
Die Frauen erfüllen sich “letzte” Wünsche. Welche wären Ihre?
Ich habe eigentlich nie Ziele gehabt. Ich lasse das so auf mich zukommen. Es hat sich auch bei mir immer alles von selber ergeben..
Immer zum Guten?
Na, es waren auch ein paar Niederlagen dabei, aber da wächst man dran. Ich habe zum Beispiel mal dem Ingmar Bergman ein Projekt abgesagt, weil ich da grad in Urlaub fahren wollte. Aber im Nachhinein wäre es natürlich toll gewesen.
Wie war die Zusammenarbeit mit Monika Bleibtreu?
Ganz toll, ganz großartig. Ich kenne niemanden, der sie ersetzen könnte.
Im Moment drehen Sie „Eine ganz heiße Nummer”. Darin praktizieren Sie und ihre Kolleginnen Telefonsex. Wie recherchiert man so eine Rolle?
(Lacht) Das haben wir den Regisseur auch gefragt. Bisher wissen wir noch nichts davon. Wir lassen uns überraschen.

“Ladylike - Jetzt oder nie”
Jahrelang haben sich die chaotische Anneliese und die biedere Lore nicht gesehen. Die eine frisch verwitwet, die andere gerade vom Mann verlassen, gründen die einst besten Freundinnen eine WG. Gemeinsam wollen sie sich ein paar Wünsche erfüllen und verpasste Erfahrungen nachholen. Allerdings fehlt dafür das Geld. Mit nicht ganz legalen Mitteln versuchen die beiden, sich über Wasser zu halten. In den Hauptrollen der IngridNoll-Verfilmung brillieren Gisela Schneeberger als Anneliese und die 2009 verstorbene Monika Bleibtreu als Lore. Die Chemie zwischen den beiden stimmt: Schneeberger verleiht der Komödie mit frechen Ausbrüchen und in schriller Kleidung eine heitere Skurrilität, Bleibtreu bildet einen dezenten Gegenpart als aufblühende graue Maus. Hinreißend.

Auf dem Bild: Gisela Schneeberger, links - Monika Bleibtreu, rechts

27. Nov. 2010

Barbara PhilippVor 40 Jahren flimmerte der erste Tatort über die Bildschirme. Zum Jubiläum geht der Schauspieler Ulrich Tukur mit seiner Assistentin Magda (Schauspielerin, Barbara Philipp) als neuer Kommissar Felix Murot in Wie einst Lilly auf Mörderjagd

Der Edersee liegt im Nebel, leise dringen die Fetzen eines Liedes durch, das irgendwann zu “Lili Marleen” wird. Nicht ohne Grund. “Wie einst Lilly” heißt der Jubiläumskrimi, der zum 40. Geburtstag der “Tatort”-Reihe ausgestrahlt wird. In der Hauptrolle ein neuer Kommissar: Felix Murot, verkörpert von Ulrich Tukur.

Notbremse für Murot
Murot ist eine schrullige Gestalt: Er kleidet sich in Anzug und Mantel, trägt seinen Respekt vor den Toten wie ein Schwert und vertraut nur seiner Assistentin Magda (herrlich bissig: Barbara Philipp), die sich selbst ein bisschen wie ein UFA-Star anzieht. Gleich zu Beginn erhält Murot die Diagnose Gehirntumor und ignoriert sie, lieber stürzt er sich in die Arbeit: Am Edersee ist ein Toter in einem Ruderboot gefunden worden, die Waffe stammt von der RAF. Murots kleine graue Gehirnzellen arbeiten auf Hochtouren. Die Selbstmordtheorie  der hiesigen Polizei will er nicht akzeptieren, dennoch tappt er lange im Dunkeln.
In melancholischen Selbstgesprächen stülpt der Kommissar sein Innerstes nach außen, benennt seinen Tumor nach seiner Jugendliebe Lilly. Das ist Ulrich Tukur wie er leibt und lebt, vielleicht ein bisschen zu sehr der leibhaftige Tukur. Und deshalb ist es gar nicht schlecht, dass es nur einen Murot-Fall pro Jahr geben wird, so bekommt man von dieser ambivalenten Figur erst mal keine Überdosis. Weitere HR-”Tatorte” werden ab 2011 von Joachim Kröl und Nina Kunzendorf bestritten. Die Notbremse für Murot ist schon eingebaut: Kommt der düstere Kommissar nicht an, stirbt er an seinem Tumor. Doch zunächst darf Murot leben. Mal sehen, was von ihm übrig bleibt, wenn sich im zweiten Fall die Nebel gelichtet haben.

Barbara Philipp Nacktfoto

26. Nov. 2010

Maximilian SchellDer Schauspieler und Regisseur wird am 8. Dezember 80 Jahre alt

Gern gibt Maximilian Schell die kapriziöse Diva hinterm seidenen Krawattenschal — und er meldet sich besonders dann, wenn die Öffentlichkeit Gefahr läuft, ihn zu vergessen. Vor zwei Jahren erregte er Aufsehen mit seiner Beziehung zu der 48 Jahre jüngeren Opernsängerin Iva Mihanovic. In einer neu erscheinenden Biografie wird er von seinem bewegten Leben berichten. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung könnte passender nicht sein, wird der leidenschaftliche Schauspieler am 8. Dezember stolze 80 Jahre alt. Der Kultursender arte macht dem Jubilar ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk mit der Dokumentation “Mein Leben—Maximilian Schell” (Sendetermin: Sonntag, 5. Dezember, 16.30 Uhr). Wenn darin eines deutlich wird, dann, dass der einstige Gigolo, zu dessen Eroberungen Ex-Kaiserin Soraya oder Schauspielerin Jaqueline Bisset zählen, zwar ruhiger geworden ist, doch irgendwie immer noch umtriebig.

Rollenspektrum
Er hat sie alle gespielt: Shakespeares Hamlet, Jedermann oder einen Kardinal in einem Vampirschocker aus Hollywood. Maximilian Schell war sich nie zu fein für die unterschiedlichsten Rollen, wenn sie nur Charisma hatten. Freilich brauchte er in schwierigen Zeiten auch Geld und doch beteuert er: “Mir ging es einfach darum, gute Rollen zu spielen.”
Der Sohn eines Schriftstellers und einer Schauspielerin ist dem Ausweis nach Eidgenosse. Hierher zog er im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern und den Geschwistern, verbrachte seine Schulzeit in Basel und Zürich und beendete sein Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft. Am Baseler Stadttheater gab der Akteur 1953 sein Debüt.

Patenkind
Anders als viele seiner Altersgenossen lebt Maximilian Schell im ständigen Unruhestand. Eine Rolle in einem Fernsehfilm hier, eine Operninszenierung da — und dann ist der künstlerische Tausendsassa, der musiziert, malt und schreibt, auch noch Professor für Schauspiel an der University of Southern California. Um sich heimisch zu fühlen, braucht der Jubilar, der abwechselnd in Los Angeles und in Kärnten lebt, wenig: “Es reicht, wenn man seine Bücher hat und ein Klavier. Und wenn man spazieren gehen kann. Das ist praktisch überall möglich.” In den Erinnerungen des Charakter-Darstellers “Ich fliege über dunkle Täler. Mein Leben” erzählt er Privates wie Berufliches aus allen Phasen seines Lebens. Schell ist und war auf Du und Du mit den ganz Großen der Filmgeschichte. Doch an eine traut er sich nicht heran: an Angelina Jolie — sein Patenkind.
“Sie ist so berühmt, ein Weltstar. Sie kommt mir so weit weg vor, als lebte sie in einer anderen Welt.” Ob Jolie ihrem Taufpaten zum 80. gratulieren wird?

24. Nov. 2010

Veronica Ferres hat ihrer neunjährigen Tochter Lilly zuliebe auf eine Filmrolle in Italien verzichtet. “Berufs- und Familienleben lassen sich meines Erachtens nur optimal miteinander verbinden, wenn man Prioritäten setzt — Priorität in meinem Leben hat natürlich meine Tochter”, sagte die 45-Jährige einer Zeitschrift. “Aus diesem Grund habe ich gerade eine internationale Koproduktion abgesagt, bei der ich sechs Wochen, bis kurz vor Weihnachten, in Rom gedreht hätte.” Doch die Vorweihnachtszeit verbringe sie lieber mit ihrem Kind.
Von der Partyszene hat sich die Schauspielerin auch zurückgezogen. “Als Mutter bin ich abends lieber bei meiner Tochter. Wenn ich weggehe, hat es in der Regel einen beruflichen Hintergrund.” Sie lebt mit Lilly und dem Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer in München.

23. Nov. 2010

Ursula WernerSchauspielerin Ursula Werner mit 65 Jahren nackt in dem Film“Wolke 9”

Inge (Ursula Werner) ist verheiratet. Sie lernt Karl (Horst Westphal) kennen und verliebt sich in ihn. Er erwidert ihre Gefühle. Sie wollen zusammen sein, doch dafür muss Inge erst ihren Mann verlassen … Eine Geschichte, wie sie überall immer wieder passiert. Nur, dass in “Wolke 9″ die Protagonisten über 70 sind. Andreas Dresen zeigt in seinem bewegenden Drama, dass Liebe kein Alter kennt. Arte sendet den preisgekrönten Film am Donnerstag, 25. November, um 21.50 Uhr in deutscher Erstausstrahlung.

22. Nov. 2010

Nora TschirnerBei Männern kommt es nicht auf einen bestimmten Typen an, findet zumindest Nora Tschirner. “Ich lasse mich vom Leben belehren. Ich mag verschiedene Individuen”, sagte die 29-Jährige in einem Interview. Die Berlinerin stehe aber eher auf ehrgeizige Männer. “Eine gewisse Art von Ehrgeiz finde ich schon sexy, muss ich sagen”, gab die Schauspielerin zu. “Ich finde es toll, wenn jemand etwas vom Leben einfordert.”
Immerhin sei sie selbst auch ein wenig so. Das müsse nicht unbedingt auf einer beruflichen oder karrieremäßigen Ebene sein. Es reiche, wenn sich jemand in anderen Gebieten gerne weiterbilde, auch privat. Tschirners neuer Film “Bon appetit” läuft am 25. November in den deutschen Kinos an.

Auf dem Foto, Nora Tschirner nackt in Keinohrhasen

22. Nov. 2010

Matthias ReimIhr neues Album “Sieben Leben” wird als Ihr Comeback bezeichnet. Dabei veröffentlichten Sie regelmäßig neue Platten und waren auch oft auf Tour. Wieso also Comeback?
Matthias Reim: Ich würde es eher als mentales  Comeback bezeichnen. Ich war lange Zeit ein bisschen gehemmt, denn die Sorgen, die ich hatte, raubten mir meine Kreativität. Im Februar 2010 habe ich dann erfahren, dass ich die Pleite hinter mir habe und dass ich dieses Riesenproblem gelöst habe. Danach fing ich wieder an, Songs zu schreiben.
Mussten Sie deshalb auch mit diesem Thema an die Öffentlichkeit gehen, damit man anschließend überhaupt wieder über Ihre Musik sprechen kann?
M. R.: Ja, es ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass diese Phase durch ist. Ich bin da durchgegangen, und habe meinen Humor und den Glauben daran, dass ich das schaffe, nicht verloren.
Was wollten Sie mit dem neuen Album erreichen?
M. R.: Es soll eine authentische Platte sein, die Menschen sollten sich in meinen Texten wiederfinden können. Ich wollte mich an keinen Trend anbiedern.

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