70 bis 80 Stunden verbringt Christian Rach in seinem Hamburger Restaurant “Tafelhaus”. Und das trotz seiner TV-Präsenz als Fernsehkoch. Seine Ehefrau und zwei Kinder fänden das gar nicht so lustig, verriet der 52-Jährige einer Zeitung.
Dafür gibt es am Wochenende jedoch ein gemeinschaftliches Abendessen und die Erkenntnis: “Die Beziehungsdichte hängt nicht von der Quantität ab, sondern von der Qualität”, betont Rach. Trotz seiner Kochkünste würden zu Hause “alle Höhen und Tiefen des täglichen Ernährungskampfes durchlebt”. Viel zu grün sei “generell immer doof”, erzählte der Sternekoch, dessen Sendung “Rach, der Restauranttester” immer montags um 21.15 Uhr auf RTL läuft.
Zum Kochen sei er während des Studiums gekommen, für dessen Finanzierung er in einer Kneipe kellnerte. “Als mir das Essen, was ich zu den Tischen bringen musste, nicht mehr gefallen hat, hab ich ihnen gezeigt, dass ich das besser kann.”
Welche beruflichen Träume sich die Schauspielerin gerne erfüllen würde Wer Henriette Richter-Röhl nie in der Daily-Soap “Marienhof” oder in der Telenovela “Sturm der Liebe” sah, hat sicher was versäumt. Umso mehr dürfte er überrascht sein, wenn er nun die Berlinerin in dem ZDF-Film “Eine Liebe in den Highlands” (Sendetermin: Sonntag, 7. März, 20.15 Uhr) erlebt. Den Ruf einer selbstbewussten jungen Frau, ebenso sensibel wie willensstark, der ihr spätestens seit der Aschenputtel-Saga “Sturm der Liebe” anhängt, bestätigt sie hier voll und ganz. Nicht nur, dass sie die Aufgabe einer Betriebsprüfung in den amerikanischen Hudson Highlands zum Wohle der Firma spielend meistert, findet sie dabei auch gleich ihr Lebensglück. Das Glück der Familie Für die Dreharbeiten zu der Katie-Fforde Romanverfilmung wurde die Straße im Hudson Valley nahe New York eigens gesperrt. “Man kommt sich so exklusiv vor, wenn einem so ein Fleck Erde plötzlich alleine gehört”,. sagt Henriette Richter-Röhl in einem Interview. Für den Film war sie zum ersten Mal in Amerika. Leben möchte sie dort nicht: “Nö, betont sie in aller Offenheit. “Die Leute sind wirklich alle freundlich und immer bemüht. Man fühlt sich im Restaurant und an der Supermarktkasse stets willkommen. Aber sie haben offensichtlich noch nichts vom Klimawandel gehört. Sie haben nicht das geringste Gespür für Umweltschutz oder vernünftigen Umgang mit unseren Ressourcen.” Wie gut, dass sie sich daheim in Berlin-Pankow mit ihrem Mann, mit dem sie seit acht Jahren zusammen ist und der gemeinsamen Tochter Luise ganz gut aufgehoben fühlt. Nach wie vor nimmt sie das Töchterchen gerne zu Dreharbeiten mit. Aber auch so hilft die intakte Großfamilie viel — mal passt der Mann daheim, mal auch die eigene Mutter am Set beim Drehen auf das Töchterchen auf. Große Ziele Dass sie mit ihrer geradlinigen Art womöglich prädestiniert sei, besonders gekonnt die Schubladen des romantischen Fernsehstoffs zu bedienen, weist sie heftig von sich. “Das wäre der Todesstoß für jeden Schauspieler, irgendwelche Muster zu bedienen.” In jede Rolle müsse man “mit allem Herz” hineingehen. Wunderbar sei das, “wenn man die Chance hat, mal die tafle Lady und dann wieder das scheue Reh zu spielen”. Und der Vorwurf würde auch gar nicht stimmen. Denn Henriette Richter-Röhl ist keineswegs auf romantische Stoffe geeicht. Gerade hat sie eine Folge der ZDF-Krimireihe “Unter anderen Umständen” abgedreht. Doch sie hat noch weitere berufliche Zukunftswünsche. “Ich würde sehr gerne historische Frauenfiguren spielen”, verrät die 28-Jährige, “so wie Rosa Luxemburg oder die Bildhauerin Camille Claude!. So was wär’ mal schön!” Ach ja, ein Traum ist da noch: Wieder mal singen, eine CD aufzunehmen, das würde sie gern. Einst Sängerin der Rockband “Jeden Tag anders”, sang sie zuletzt den Titelsong für den Film “Grenzverkehr”. “Eigene Texte oder alte Chansons” würde sie nun gerne singen. “Marlene Dietrich vielleicht, auch wenn es schon tausendfach gemacht worden ist.”
Man beziehungsweise besonders “Frau” sollte sich jedoch nicht so sehr vom Alter beeindrucken lassen. An seinem 50. Geburtstag wisse man schon so viel über sich als Frau, dass einen dieses Datum eigentlich nicht erschüttern könne, sagte Corinna Harfouch in einem Interview.
Die meisten Menschen seien aber offenbar anderer Meinung: Mit 50 sortiere eine Frau sich selbst aus, sie sei nicht mehr so viel wert und nicht mehr so schön, meinte die 55-Jährige. Sie selbst wolle die “Dinge etwas leichter nehmen”.
Mit ganzem Herzen dabei - Welche Erfahrungen die Mimin bei ihrem neuesten Film machte
Ich hatte vorher noch nie die Gelegenheit, etwas wie “Nine” zu drehen”, schwärmt Kate Hudson in einem Interview. Und dabei ist die Schauspielerin kein unbeschriebenes Blatt: Sie spielte neben Hollywoodgrößen wie Richard Gere und Heath Ledger, feierte große Erfolge mit ihren romantischen Komödien wie “Ein Schatz zum Verlieben” und “Wie werde ich ihn los in zehn Tagen”. Zudem erhielt sie für ihre Rolle in dem Film “Almost Famous” eine Oscarnominierung und wurde mit dem Golden Globe ausgezeichnet.
Besondere Herausforderung
Doch die Hollywood-Verfilmung des Musicals “Nine” (ab 25. Februar im Kino), die jetzt für vier Oscars nominiert ist, war für Hudson noch einmal ein anderes Kaliber. Regisseur Rob Marshall versammelte für “Nine” sechs Oscarpreisträger vor der Kamera. Mittelpunkt der Geschichte ist der weltberühmte italienischen Filmregisseur Guido Conti (Daniel DayLewis), der in einer schweren Krise steckt.
Verwirrt, verführt und angeregt von den Frauen in seinem Leben — seiner Ehefrau (Marion Cotillard), seiner Geliebten (Penelope Cruz), einer amerikanischen Mode-Journalistin (Kate Hudson), seiner Kostümdesignerin (Judi Dench), einer Muse (Nicole Kidman), der Verführerin aus seiner Jugend (Stacy Ferguson) und seiner verstorbenen Mutter (Sophia Loren)—ringt er um Inspiration. Die legendäre Bühne 5 in den Cinecittä Studios in Rom wird dabei zum Schauplatz von Guidos Träumen.
Natürlich hatte Hudson schon für andere Filme Tanzunterricht genommen. “Aber so eine richtig große Nummer, mit allem Drum und Dran, musste ich noch nie machen”, meint sie. Marshall probte sechs Wochen lang mit den Darstellern in einer Art Trainingslager. “Wir sangen und tanzten jeden Tag auf einer Bühnenattrappe. Das war eine ganz neue, eigentlich furchterregende Erfahrung. Aber sie war auch unglaublich toll. Um keinen Preis in der Welt hätte ich darauf verzichten wollen.”
Hudson ist von Natur aus extrem ehrgeizig. Egal welche Herausforderungen ein Film an sie stellt, sie versucht sie zu meistern. Auch wenn der Zuschauer ihre Mühe nicht immer sieht. “Ich rief mal Kurt Russell an, meinen Dad, als ich bei Dauerregen eine Nacht durcharbeiten musste”, erinnerte sich die 30-Jährige einmal in einem Interview. “Er prophezeite mir, dass es mich später wütend machen würde, wenn ich sehe, wie leicht diese Strapazen im fertigen Film aussehen. Er hatte Recht. Aber so ist der Job nun mal.”
Geboren am 27. September 1965 in Hannover
Der Vorschlag, “Liebesleben” zu verfilmen, stammt von Zeruya Shalev, die den gleichnamigen Bestseller schrieb. Die Autorin hatte sich Maria Schrader in der Hauptrolle vorgestellt. Das Projekt kam schnell zustande - die deutsche Schauspielerin nahm aber lieber auf dem Regiestuhl Platz. Was das bedeutet, wusste sie aus Erfahrung: Mit Dani Levy hatte sie bereits das brillante Thrillerdrama “Meschugge” entwickelt und, neben der schauspielerischen Tätigkeit, Co-Regie geführt. Vor Regie habe sie Respekt, gesteht der Star von “Aime und Jaguar”. Vor der Vorlage auch. Ihre Sorge war, dass sie mit der Verfilmung des Romans die Fantasie der Leser manipuliert. Der Film bietet aber lediglich eine neue Lesart an - die Appetit macht auf das Buch.
Maria Schrader inszenierte in ihrem starken Regiedebüt Liebesleben die archaische Geschichte einer fatalen Obsession
Die junge Jara hat alles, von dem man sagt, dass man es braucht: einen Ehemann, eine Wohnung, beste Karriereaussichten. Wem würde das nicht reichen zum Glück? Jedem Menschen, der Leidenschaft in sich trägt. Jara ist so ein Mensch.
Als sie Arie kennenlernt, einen Freund ihres Vaters, ist sie unwiderstehlich angezogen von dem wesentlich älteren Mann. Eine leidenschaftliche, verhängnisvolle Liebe nimmt ihren Anfang. Sie wird das bisherige Leben Jaras komplett aus den Fugen heben.
Maria Schrader wählte für ihr Regiedebüt einen anspruchsvollen Stoff. Als Vorlage für “Liebesleben” diente der gleichnamige Bestsellerroman der israelischen Autorin Zeruya Shalev. Schraders Erstling (zu dem sie mit Laila Stieler auch das Buch schrieb) ist geglückt. Ohne großes Geplänkel nimmt uns der Film mit in den Strudel einer Obsession. Eine durchwegs glänzende Schauspielerriege zeigt uns eine Geschichte von fast archaischer Wucht. Sie spielt in Jerusalem, könnte aber genau so in New York oder dem antiken Griechenland ihren Schauplatz haben. Oder in Kiel, Leuna, Berchtesgaden. “Der Film ist die Summe von intuitiven Momenten”, sagt Schrader. Dieses Drama wird lieben, wer Intuition nicht nur als Wort kennt. Intuition und Leidenschaft.
Sie ist Eiskunstläuferin und Schauspielerin, jetzt tritt Tanja Szewczenko auch als Kinderbuchautorin in Aktion. Ihr liebevoll gestaltetetes Werk “Kild Kufenflitzer - Der Eiskristall” (Schneekinder Verlag, 8.95 €) erzählt von einem Mädchen aus dem Nordland, das einen geraubten Eiskristall finden muss - natürlich auf Kufen. Wenn das mal glatt geht.





