In der Vergangenheit hat Christina Stürmer eindrucksvoll gezeigt, dass man musikalisch und künstlerisch wachsen und dabei gleichzeitig immer wieder neue Facetten von sich zeigen kann.
Auf ihrem neuen Album “Laut — Los”, das seit kurzem im Handel ist, überrascht sie mit einer weiteren Variante ihres musikalischen Schaffens: akustische Versionen ihrer Hits wie “Ich lebe” oder “Lebe lauter”. Welchen Spaß Christina und ihre Band bei den Aufnahmen hatten, können die Fans auch live auf ihrer Tour erleben, die gerade begonnen hat.
Ich bring Euch den Jazz - Warum die Sängerin meint, dass ihr Weg auch ihr Ziel ist
Kaum eine Sängerin hat sich so oft neu definiert und den Stil gewandelt wie Marianne Rosenberg. Dennoch ist sie für viele Menschen nie den 70er Jahren entwachsen. Aber das stört sie nicht: “Ick steh dazu”, sagte die gebürtige Berlinerin selbst in einem Interview.
Rosenberg hat eine facettenreiche Karriere hinter sich: Sie wurde zur Ikone der Homosexuellen-Szene, wandelte sich mit schwarzen Spitzenoutfits in den 80ern zum Teil der Neuen Deutschen Welle, arbeitete mit Rio Reiser und brillierte nach einigen stilistischen Wandlungen als Liedermacherin, Rockbraut, politische und Chanson-Sängerin. Sie machte Bühnenkarriere im Kurt-Weill-Musical “Die Venus”, debütierte als Radiomoderatorin und Buchautorin. Und nun ist die 53-Jährige—kaum verwunderlich bei so viel Experimentiergeist— beim Jazz gelandet: “I’ m a woman” heißt ihr neues Album voller Chansons und Jazzlieder im Original und in Berliner Übersetzungen.
Für Berlin
“Die Platte war schon seit 2003 in der Mache”, erklärte die Sängerin, deren Lied “Er gehört zu mir” zum Hit wurde. Denn schon damals präsentierte Rosenberg die Lieder bei ihrem Programm “I’m a woman!” für eine Bar in Berlin. Als die Lieder zum bejubelten Publikumsmagneten wurden, entschloss sich die Künstlerin, das Ganze aufzunehmen.
Die Fans, von denen ihr viele seit den Anfangstagen treu geblieben sind, finden die Jazzplatte gelungen — aber nicht, weil sie alle unkritisch oder gar treudoof wären. Viele der Rosenberg-Verehrer machten die Stiländerungen nicht immer mit, wie die Schlagersängerin erzählte: “Anfang der 80er, als ich mich so radikal vom Image der 70er Jahre abwandelte und plötzlich in schwarzen Klamotten herumlief, da gab es wütende Proteste. Die Leute sind aus den Konzerten gegangen und haben sich darüber aufgeregt, was aus ihrer süßen kleinen Marianne geworden ist!”
Heute lacht sie darüber. “Ich merkte früh, dass das Leben kein Ziel hat, an dem man eines Tages ankommt, sondern dass es ein Weg ist, eine ständige Suche nach dem persönlichen Ausdruck.”
Einsatz für die Familie
Nach mittlerweile 20 Karrierejahren steht Muriel Baumeister erstmals auf einer Theaterbühne. In Potsdam spielt sie die lebenslustige Alceste in Molleres “Der Menschenfeind”. Für Baumeister war es eine späte Genugtuung, endlich auf der Bühne zu sehen zu sein — noch dazu “eineinhalb Stunden lang” in Mokres Versmaßen zu “brabbeln”, wie sie flapsig in einem Interview sagte.
Der Auftritt soll nicht ihr letzter gewesen sein, auch wenn sich die Mimin eher als Kameraschauspielerin sieht. Dass es mit diesen Rollen nicht immer zum Besten stehe, liege nicht zuletzt auch an den Sendern. Die gingen immer mehr auf Sicherheit, statt Risiken zu wagen. “Wir müssen alle arbeiten”, stellte sie klar. “Ich habe zwei Kinder.”
Kylie Minogue will die Glitzer-und Glamourwelt gegen Naturerlebnisse eintauschen: Nach ihrer diesjährigen Tournee plant die Sängerin einen Rucksacktrip. Die Idee kam der 39-Jährigen, nachdem sie den Krebs besiegt hatte. “Ich wollte nach der Behandlung nicht sofort nach London oder Paris zurück — in jene beiden Orte, die ich damit verbunden hatte, krank zu sein. Also flog ich nach Sri Lanka”, erzählte Minogue in einem Interview.
Besonders die Privatsphäre genoss der Popstar dort. “ich war bei Menschen, die mich nicht so ansahen, wie die Leute es zu Hause tun. Es war nur eine Woche, aber es war eine Million Wochen wert.”
Vom Mädchen zur Frau - Warum die Darstellerin nun auch in anderen Rollen zu sehen ist
Jetzt verkörpert sie andere Charaktere. In ihrer ersten Fernsehserie nach “Verliebt in Berlin” spielt Alexandra Neldel in “Unschuldig” (ab 23. April, mittwochs, 20.15 Uhr, ProSieben) eine Anwältin, die Justizirrtümer aufzudecken versucht.
So ist der Publikumsliebling nach dem Sat.1-Vierteiler “Zodiac — Der Horoskop-Mörder” nun zum zweiten Mal in einem Krimiformat zu sehen. Die Frage, ob die alten Lisa Plenske-Fans diese Wandlung akzeptieren, stellt sich Neldel dabei nicht: “Wenn ich beim Drehen darüber nachdenken würde, was die Zuschauer von mir denken könnten, würde ich wahrscheinlich wahnsinnig werden”, meinte die Schauspielerin in einem Interview.
Glück und Fleiß
Alexandra Neldel ist erwachsener geworden und mit ihr auch ihre Rollen — eine Tatsache, die Neldel akzeptiert. “Das ist doch ganz normal”, unterstrich die 32-Jährige. Völlig normal ist allerdings nicht, dass sie sich vom Seriendarsteller zum viel beschäftigten Schauspieler in Film und Fernsehen gemausert hat. Doch ein Erfolgsgeheimnis hat die sympathische Berlinerin nicht: “Ich hatte vor allem auch Glück.” Als Mimin, die nie eine Schauspielschule besucht hat, kennt sie Situationen, in denen sie gegenüber Profis Minderwertigkeitsgefühle hat, nur zu gut. Allerdings werden die immer weniger. “Je länger ich das mache, desto selbstbewusster werde ich”, erzählte sie. Dennoch spielt die weitere Entwicklung bei Neldel eine große Rolle und die hübsche Blondine hat eine außergewöhnliche Lernmethode: sie nimmt die erfahrenen Bühnendarsteller als Vorbilder, liest deren Rollen und beobachtet, wie sie diese ausfüllen. “Das ist meine Methode der Weiterbildung”, verriet Neldel.
Besonders stolz scheint Neldel nicht auf ihre Arbeit zu sein. Denn sich selbst in Filmen zu sehen, ist eine Sache, die sie gar nicht mag. “Ich bin bestimmt nicht die Art Schauspielerin, die ganz viele SMS tippt mit dem Wortlaut: Ich bin im Film xy zu sehen, guck ihn dir an!”
Doch bei einer Person mag Neldel es, wenn sie ihre Filme sieht — bei ihrer Mutter: “Wenn meine Mama mich lobt, finde ich das ganz toll.”




